Evangelische Kirchengemeinde Kassel - Mitte
Gemeindebezirk Karlskirche
Geschichte - ein tabellarischer Überblick
1509 - 1564 Jean Calvin, französischer Reformator
23. / 24.08.1572 "Bartholomäusnacht" in Paris. Erster Höhepunkt der Hugenottenverfolgung
1598 Erlass des Toleranzediktes von Nantes durch den französischen König Heinrich IV
18.04.1685 Freiheitskonzession Landgraf Karls (geb. 1654, reg. 1677 - 1730), mit dem er Glaubensflüchtlinge nach Hessen einlädt
18.10.1685 Aufhebung des Toleranzediktes von Nantes durch König Ludwig XIV. Flucht von 200.000 bis 250.000 Hugenotten in alle Welt, davon ca. 44.000 nach Deutschland. 3.800 nach Hessen-Kassel.
Karlskirche Kassel

nach einem Gemälde von Ernst Metz, Eschwege
























1688 Auf Befehl Landgraf Karls Bau der Kasseler Oberneustadt durch den aus Paris stammenden Architekten Paul du Ry.
1692 Hospital in der Georgenstraße (heute Hugenottenstraße)
03.08.1698 Grundsteinlegung der Karlskirche
12.02.1710 Einweihung des Gotteshauses durch den aus Metz gebürtigen Pfarrer Paul Joly. Von Anfang an gab es eine französisch - reformierte und eine deutsch - reformierte Gemeinde.
1772 Bau eines neuen Hospitals in der Fünffensterstraße, dessen Inschrift "HOSPITAL DES FRANCOIS REFUGIES 1773" sich heute am Gemeindehaus Friedrichstraße, Ecke Obere Karlsstraße befindet.
1863 Eingliederung der französisch - reformierten Gemeinde in die hessische Landeskirche.
1840 wird abwechselnd deutsch und französisch gepredigt.
1867 Der französische Gottesdienst wird eingestellt.
1873 Einbau einer zweiten Empore. Die Kirche verfügt jetzt über 1.000 Sitzplätze.
1930 Durch die Einteilung neuer Pfarrbezirke steigt die Zahl der Gemeindemitglieder von 16.000 auf 26.000.
1933 kommt es deshalb zur Bildung von drei selbständigen Pfarrbezirken: den Gemeinden Kreuzkirche, Südstadt und Karlskirche, die 7.000 Seelen zählt.
Werner Kratzenberg

Weihnachtsmarkt vor der Karlskirche























22. / 23.10.1943 Die Karlskirche wird durch Bomben zerstört.
1944 / 45 Neuanfang mit Gottesdiensten in der katholischen Kapelle des Elisabeth Krankenhauses.
14.04.1957 Einweihung der wiederaufgebauten Karlskirche.
21.04.1957 Einweihung des aus 35 Glocken bestehenden und von Hand gespielten Glockenspiels.
1966 Die Karlskirche wird Zentralkirche des Sprengels Kassel.
28. / 29.09.1968 Deutscher Hugenottentag mit Ausstellung im Hermann - Schafft - Haus.
12. - 14.04.1985 34. Deutscher Hugenottentag in Kassel. Beginn einer Hugenotten - Gedenkausstellung im Museum Fridericianum.
1989 Erweiterung des Glockenspiels auf 42 Glocken.
1995 Das Glockenspiel wird um weitere fünf auf insgesamt 47 Glocken erweitert.
01.01.2008 Es haben sich die traditionsreichen ehemaligen Kirchengemeinden der Karlskirche, der Martinskirche, der Lutherkirche und der Unterneustädter Kirche zur neuen Kirchengemeinde Kassel-Mitte vereinigt. Mit dieser Vereinigung soll angesichts des demografischen Wandels (Mitgliederschwund) und den damit einhergehenden finanziellen Mindereinnahmen die Kräfte gebündelt und organisatorisch neu ausgerichtet werden.